Kindle Paperwhite Review – beleuchteter E-Book Reader mit Touch

Kindle Paperwhite1

Am 6.September 2012 hat Amazon den Nachfolger des Kindle Touch vorgestellt, er hört auf den Namen Kindle Paperwhite und ist Amazons erster E-Book Reader mit einer integrierten Hintergrundbeleuchung und Touchscreen Bedienung. Der Paperwhite hat eine höhere Auflösung spendiert bekommen (1024×768 anstatt 800×600), der Kontrast wurde um 25% verbessert, es gibt mehr Schriftarten und mit der „Time to Read“ Funktion sieht man jetzt wieviel Zeit man noch für das aktuelle Kapitel bzw. des ganzen Buches benötigt. Trotz der integrierten Beleuchtung (in 24 Stufen regelbar) soll der Akku weiterhin bis zu 8 Wochen halten, wenn man laut Amazon täglich ca. 30min liest und die Beleuchtung auf Stufe 10 eingestellt ist.

Nachdem der Kindle Paperwhite ab dem 1.Oktober 2012 erstmal nur in den USA ausgeliefert werden sollte und ich Amazons neues Spitzenmodell unbedingt haben wollte, habe ich mich dazu entschlossen ihn einfach nach Deutschland zu importieren.  Das ist zwar auch nicht ganz billig, aber da ich ursprünglich davon ausgegangen bin das er erst Anfang 2013 in Deutschland vertrieben wird, war es mir das Geld wert. Mittlerweile kann man ihn aber auch bei uns vorbestellen, da er ab 22.November 2012 auch hier verkauft werden soll. Aufgrund der hohe Nachfrage wird aktuell aber ein Versanddatum vom 10.Dezember angegeben.

Amazon-Link: Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN

Vor 1,5 Wochen ist der Paperwhite dann bei mir angekommen und ich kann euch endlich davon berichten.

Review:
Was mir als erstes besonders positiv aufgefallen ist, ist das nur minimal ins Gehäuse eingelassene Display, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Kindle Touch. Die riesige Kante vom Touch ist Geschichte.

Dann ist mir bei der ersten Benutzung die angeraute Oberfläche des Touchscreens aufgefallen, es fühlt sich wirklich genial an, irgendwie wie normales Papier. Die Rückseite ist auch etwas griffiger, ähnlich wie beim Kindle Keyboard. Da ich meinen Kindle Touch leider bereits vor mehreren Monaten verkauft hatte, kann ich keinen direkten Geschwindigkeitsvergleich durchführen, aber meiner Meinung nach ist er schon deutlich schneller. Auch ohne das aktualisieren des E-Inks bei jeder Seite, ist das Bild recht klar. Ausgefranste Buchstaben, oder so Schattenbildungen sind nach ein paar mal umblättern aber trotzdem leicht zu sehen. Deshalb habe ich den Kindle so eingestellt das er bei jedem umblättern einen Refresh durchführt.

Neu ist die Coveransicht, welche auf den ersten Blick wirklich super ist. Allerdings passen so nur max. 6 Bücher-Cover auf eine Seite. Wer also häufiger durch seine Sammlung (vom Gerät oder der Cloud) geht, der wird eventuell auf die Listenansicht wechseln. Die Listenansicht hat sich aber auch etwas geändert und ich muss sagen es war eher zum schlechteren. Die Autoren stehen nun nicht mehr rechts neben dem Buchtitel, sondern unter diesen. Ich finde das ganze nicht mehr ganz so übersichtlich, aber das ist ja nur meine Meinung.

Leider fehlt auch weiterhin der Balken in der Fusszeile, wo man den Lesefortschritt inkl. Kapitel ablesen konnte. Ich glaube aber das bieten die neuen Kindle und Kindle Touch Modelle schon auch nicht mehr. An meinem Kindle Keyboard finde ich diese Übersicht sehr gut. Dafür gibt es beim Paperwhite nun wohl aber eine Anzeige, welche einem anzeigt wieviele Minuten man noch für das aktuelle Kapitel und/oder das gesamte Buch benötigt. Die Zeit passt sich dynamisch an, je nachdem wie schnell man liest. Ich denke mal das wird ein recht guter Ersatz für den nicht mehr vorhanden Fortschrittsbalken.

Auch wenn der Paperwhite in Deutschland erst in ein paar Wochen erscheint, ist die Firmware bereits komplett. Bei der Installation lässt sich die deutsche Sprache auswählen und man kann wunderbar den deutschten Amazon Shop durchstöbern. Ich habe zwar die Version ohne Special Offer aus den USA importiert, trotzdem gibt es auf dem Bildschirm eine Rubrik „Aktuelle Empfehlungen“, bisher habe ich auch noch keinen Weg gefunden diese zu deaktivieren. Im Standby gibt es aber wirklich keine Werbung.

Das es nun keinen Kopfhörer-Anschluss mehr gibt, ist für mich persönlich egal, da ich ihn bisher eh nicht genutzt hab und dieses auch nicht vorhatte. Auch die 2GB Speicherplatz sind für eBooks immer noch mehr als genug und somit kein Argument gegen den Kindle oder für einen anderen Reader.

Fazit:
Bis jetzt bin ich wirklich sehr zufrieden mit dem Paperwhite und freue mich auf das lesen mit ihm. Die Beleuchtung finde ich echt super, gerade im Schlafzimmer oder auf der Couch kann ich jetzt vernünftig lesen, ohne extra eine Lampe anmachen zu müssen. Bei voll aufgedrehter Beleuchtung sieht man am unteren Teil des Displays eventuell ein paar Licht-Spots, was wohl aber nur im Menü auffällt. Beim lesen fällt es nicht störend auf, wobei man wahrscheinlich eh sehr selten bei voller Beleuchtung lesen wird. Nach jetzt knapp 1 Woche muss ich sagen das man sich wirklich super schnell an die Beleuchtung gewöhnt und man auch schnell die ideale Beleuchtungsstufe für sich selbst gefunden hat.

Ein paar Bilder habe ich auch noch für euch.

[AFG_gallery id=’1′]

Update vom 26.10.2012:
Amazons Kindle-Leihbücherei ist mittlerweile auch gestartet. →

  1. V-ServerV-Server12-10-2012

    Was man nicht alles mit dem Kindl machen kann ist schon der Wahnsinn. Und dazu noch das innovative Design!

Leave a Reply