Immer wenn sich die Gelegenheit bietet, gehe ich im Netz auf die Suche nach einem neuen Root-Server für die SETI.Germany Homepage und eventuell auch für mich. Aktuell habe ich zwei virtuelle Server von unterschiedlichen Anbietern für 9€ und 10€ pro Monat. Damals waren die virtuellen Server einfach nur als Spielwiese für mich gedacht um ein paar Daten von überall zugänglich zu machen zB. Webtemp Statistiken von meinem PC, oder auch für mich und Bekannte ein paar Web-Tools im Netz zu haben. Da ich auch kein Linux Profi bin und meistens nur mit SUSE Linux zu tun habe, habe ich mich gerade bei den virtuellen Server für eine andere Distribution entschieden, darunter Debian und Ubuntu. So konnte ich von beiden die Eigenheiten und kleinen Unterschiede genauer betrachten. Da Ubuntu auf Debian basiert sind die Unterschiede wirklich nur klein. Ich seh das ganze natürlich dann auch immer mit dem Hintergedanken, das ein neuer SG-Server, oder eventuell auch noch der alte, dann irgendwann auch mal mit solch einem Betriebssystem ausgestattet wird.
Der große Nachteil bei openSUSE ist ja leider, das ca. jedes halbe Jahr eine neue Version veröffentlicht wird und ein Upgrade meistens nicht immer so problemlos abläuft. Viele raten einem deshalb immer gleich die aktuelle Version komplett neu zu installieren. Was natürlich auf einem Webserver nicht gerade praktisch ist…
Für Firmen und/oder Personen die es sich leisten können würde sich als Alternative der SUSE Linux Enterprise Server (kurz SLES) anbieten, wo man für teures Geld eine garantierte Update/Upgrade Funktion erkauft. Aktuell ist auf dem alten SETI.Germany Server jedoch noch SUSE 10.1 installiert, welches mittlerweile gar nicht mehr unterstützt wird und auch nicht mehr mit Updates beliefert wird. Und das nach gerade mal 2 Jahre Betrieb…
Und genau hier kommen die kostenlosen Distributionen Debian und Ubuntu ins Spiel, welche über eine sehr gute Upgrade-Funktion verfügen, welche den wechsel auf die jeweils aktuelle Version erleichtern. Bei Ubuntu gibt es auch sogenannte LTS (kurz Long-Time-Support) Versionen, wo es 3 Jahre lang Updates für die Desktop-Version und 5 Jahre für die Server-Versionen gibt. Der normale Turnus für die nicht LTS Versionen liegt bei ca. 6 Monaten. Und jede vierte Version (also alle 2 Jahre) wird eine neue LTS Version veröffentlich. Wobei gerade der Wechsel von einer LTS Version zur nächsten extrem gut funktionieren soll.
Debian wird aktuell von so gut wie jedem Hoster angeboten, bei Ubuntu sieht es da etwas schlechter aus. Da bei Ubuntu meist recht schnell Updates verfügbar sind und somit auch aktuelle Hardware Komponenten von Notebooks und PCs meist sehr gut und schnell erkannt werden, geht der Trend bei der Distributions-Wahl immer mehr in Richtung Ubuntu.
Natürlich gibt es auch noch viele weitere Distributionen wie CentOS, Gentoo, Fedora, Knoppix, Red Hat welche allerdings nur für einen bestimmten Kundenbereich interessant sind.
Ich für meinen Teil werde mich vermehrt mit meinen Favoriten Debian und Ubuntu beschäftigen, da ich bei diesen das meiste Potential für Windows-Umsteiger sehe und diese auf einem Webserver bevorzugen würde.